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 Arrival of the brothers

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Cain

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2. August | 15:00 | Alyx & Cain
Arrival of the brothers

Endlich hatte Cain frei. Seit sie am frühen Morgen angekommen waren, hatte er beim Aufbau mitgeholfen und auch wenn viele Leute bei dem Zirkus arbeiteten, so konnte es doch seine Zeit dauern, bis wirklich alles fertig war. Denn es musste ja nicht nur das große Zelt aufgebaut werden, nein auch die ganzen Wagen, indem die Mitarbeiter wohnten, und die Waggons mit den Tieren mussten an den richtigen Stellen stehen. Doch glücklicherweise hatte er selbst sich hauptsächlich nur um das Arrangement der Technik kümmern müssen, was heute erfreulich gut geklappt hatte. Dennoch war es stets wieder aufs neue ermüdend. Manchmal fragte er sich, was dieser Zirkus wohl ohne ihn machen würde, wenn er ihn verließe, da kaum einer die nötigen Kenntnisse besaß. Im Allgemeinen waren ziemlich seltsame Leute in dem Zirkus „Nocturna Obscura“ zu finden, aber seltsam war zum Glück kein Synonym für unsympathisch. Trotzdem hatte er mit kaum jemandem eine engere Freundschaft geschlossen, obwohl er knapp zwölf Jahre seines Lebens hier verbracht hatte. Der neunzehnjährige ließ seinen Blick über das Gelände schweifen, während er es überquerte. Tatsächlich schon so eine lange Zeit? Er konnte sich noch gut daran erinnern, als er hier, bei dem Zirkus, angekommen war. Mit sieben Jahren hatte er alles mit großen Augen betrachtet, während sich sein kleiner Bruder ängstlich an seinen Arm geklammert hatte. Über den Grund, warum sein, ihm zuvor nicht bekannter, Onkel sie hier her gebracht hatte und warum er angefangen hatte hier zu leben, wollte er allerdings nicht weiter nachdenken und schob schnell jegliche Gedanken über die damaligen Ereignisse von sich.
Er fuhr sich kurz durch die dunklen Haare, während er auf dem Weg zu seinem Wohnwagen war. Ab und an nickte er ein paar Leuten zu, die ihm entgegen kamen, doch er hatte keine große Lust, sich jetzt großartig mit einigen von ihnen zu unterhalten. Er war den ganzen Vormittag unter ihnen gewesen, und das hatte ihm fürs erste gereicht. Ein wenig Ruhe sollte ihm wohl jetzt gegönnt sein. Ein leiser, erleichterter Seufzer entglitt seinen Lippen als er endlich sein ‚zu Hause‘ betrat. So sehr er auch an das Zirkusleben gewöhnt war, so war es trotzdem noch immer anstrengend. Nun gut, immerhin hatte er jetzt den ganzen restlichen Tag, inklusive des Abends, frei. Keine Show heute, was er wirklich gut fand. Der Wohnwagen war nicht sonderlich groß, doch man konnte darin leben. Zwei Betten, Schränke, Schreibtische und ein kleines Bad. Das war es so ziemlich, aber mehr brauchten sie bisher auch nicht. Er teilte diese ‚Wohnung‘ mit seinem Bruder Alex, welcher allerdings seit ein paar Jahren nur noch ‚Alyx‘ genannt wurde, und er war froh, dass sie einen für sich alleine hatten. Bei dem Gedanken an Alex lächelte er kurz. Er mochte seinen kleinen Bruder sehr gerne und er war wohl der Mensch, der ihm am Meisten bedeutete. Nicht nur, dass er das letzte Familienmitglied war, sondern auch, dass sie nahezu unzertrennlich waren, begründete diesen Fakt. Auch wenn sie häufiger auch mal was getrennt unternahmen, so sah man sie doch häufig zusammen. Der Dunkelhaarige schloss die Tür hinter sich und legte sich kurz danach auf sein Bett. Wahrscheinlich würde Alex in der nächsten Stunde ebenfalls eintrudeln und dann gleich etwas unternehmen wollen. Der Junge war einfach voller Energie… aber das war das Schöne an Alex. Er steckte damit andere Menschen, inklusive ihm selbst, an. Aber erst einmal wollte er kurz schlafen, bevor das Energiebündel kam. Dann war er frisch geruht um mit ihm auf Erkundungstour in die Stadt zu gehen – es war bei jedem neuen Ort an den der Zirkus kam dasselbe. Aber er genoss die Zeit, die er dann mit seinem Bruder verbrachte, denn Spaß hatten sie allemal zusammen. Er rollte sich auf die Seite und schloss kurz die Augen. Aber ein paar Minuten Ruhe wären wohl nicht schlecht…

Out: Titel und Uhrzeit sind noch veränderbar, falls du das möchtest :)

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Alyx


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Alyx lief über das große Gelände, auf dem er gerade noch ein Zelt aufgebaut hatte. Er war vor wenigen Stunden erst an gekommen, und war sofort zum Aufbauen verdonnert worden, aber so lief es in jeder neuen Stadt, die der Zirkus erreichte. Eigentlich machte es so ja auch am meisten Sinn, wenn man ankam, baute man eben erst einmal die wichtigen Zelte und Wagen auf, sodass man die Grundlage für die nächsten Tage gesichert hatte. Er lief an einigen der Tiere vorbei, die in ihren Gehegen saßen. Alyx lebte schon seit vielen Jahren im „Nocturna Obscura“, aber noch immer erschreckte er sich, wenn er die wilden Tiere sah, auch wenn er sie sehr interessant fand. Er hatte es früher sehr gerne gemocht, sich bei den Tieren aufzuhalten, auch wenn es ihm nicht immer erlaubt war, die Tiere zu besuchen, aber das war wohl auch besser so. Inzwischen war er meist nur noch dort, wenn er sich mit einem Freund traf, der nun einmal bei den Tieren arbeitete. Eine weitere Sache, an die sich Alyx in diesem Teil des Zirkus nicht gewöhnen konnte, war der Geruch, die Tiere rochen nun einmal nicht ganz so angenehm, wie man es sich erhoffte, und so verbrachte Alyx die meisten Zeit dann doch nicht dort. Aber mal im vorbei Gehen einen Blick auf die Tiere zu werfen, und sich auch mal einen Moment hier aufzuhalten war eigentlich ganz nett. Jetzt allerdings lief er lieber ziemlich schnell weiter, da er an seinem Wohnwagen ankommen wollte. Die Wagen der Statisten und Arbeiter waren ein Stück abseits vom Show-Zelt aufgebaut, sodass die Privatsphäre nicht gestört wurde. Die einfachen Arbeiter, die nur zum Auf- und Abbauen mit fuhren, sowie auch einige der Tierpfleger lebten auf eher engen Raum mit einander, während die größeren Schausteller ihre eigenen Wohnwagen hatten. Und sein Bruder und er. Sein Bruder Cain war zwei Jahre älter als er, und die zwei verbrachten sie meiste Zeit miteinander. Alyx hatte seinen Bruder wirklich gerne, die zwei hatten sich schon immer sehr gut verstanden, und da sie seit vielen Jahren auch zusammen wohnten, ergab es sich eben, dass sie oft zusammen waren. Natürlich verbrachten sie ihre Zeit auch gerne anders, mit Freunden, bei der Arbeit im Zirkus und so weiter, aber sie waren auf jeden Fall nicht nur Geschwister, sondern auch Freunde. Er konnte es noch nie verstehen, dachte Alyx, wenn zwei Familienmitglieder, besonders Geschwister, sich nicht ausstehen konnten. Klar, es gab immer Leute, mit denen man einfach nicht klar kam, aber mit den eigenen Geschwistern hatte man einfach einen Zusammenhalt. Zwar war das bei den zwei noch einmal anders, weil sie einfach einiges durchlebt hatten, das anderen vielleicht nicht passiert war, aber zumindest für den Jüngeren war das das ganz normale Leben.
Während er sich so seine Gedanken machte, war er seinem Ziel nun um ein ganzes Stück näher gekommen, und stand schon vor der Tür des Wohnwagens, was ihn aus seinen Gedanken riss. Die Tür war nicht abgeschlossen, also war Cain wahrscheinlich schon vor ihm da gewesen. Er öffnet schwungvoll die Tür, welche jedes mal fast aus den Angeln zu fliegen schien, und trat ein. “Caaaain?“, rief er fröhlich. Seine gute Laune war wohl kaum zu überhören, aber er hatte auch allen Grund dazu. Es war erst früher Nachmittag, und er hatte frei, den ganzen Tag! Es gab keine Arbeit mehr zu tun, und heute Abend fand auch keine Show statt. Noch dazu waren sie gerade an einer Stadt angekommen, die zumindest von außen betrachtet sehr schön war. Das sprach doch alles für einen netten Abend, oder nicht? Man konnte sich hier bestimmt einiges ansehen, dann vielleicht etwas essen gehen oder ähnliches. In der Stadt würde sich bestimmt irgend etwas finden lassen. Alyx fand diese Idee so gut, dass er beschloss, seinem Bruder gleich davon zu berichten, und ihn dazu zu überreden, mit ihm zu kommen. Mit wem sonst sollte er auch los ziehen? Die beiden machten es gerne so, dass sie sich am ersten Abend an einem Ort erst einmal um sahen, und heute hatten sie wirklich viel Zeit. “Ah, da bist du“, bemerkte Alyx, als er seinen Bruder im Bett liegen sah. Cain hatte sich wohl für einen Moment hin gelegt. Nach der Arbeit war das auch eigentlich keine schlechte Idee, aber an so etwas dachte Alyx gar nicht erst. Wozu auch? Es gab viel interessantere Dinge, als Schlafen. Schlafen konnte er auch noch, wenn er tot war! Oder heute Abend, das würde wohl auch reichen. “Bist du wach?“, fragte er dann aber trotzdem erst einmal, bevor er seinen Bruder noch aufweckte. Nicht, dass er ein Problem damit hätte, ihn aufzuwecken, aber er wollte ihn auch nicht aus dem Bett prügeln, nur um ihm mit zu teilen, dass er ihn mir in die Stadt schleppen wollte. Das konnte zur Not auch noch einen Moment dauern. Also setzte er sich auf sein Bett und sah zu seinem Bruder rüber.
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Cain

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Tatsächlich schlief Cain recht schnell ein. Obwohl er wohl eher döste als wirklich in einem Tiefschlaf zu sein. Dennoch war es sehr angenehm nach so einem anstrengenden Morgen, zumal er schon sehr früh, vergleichsweise zu anderen, hatte wach sein müssen. Und da er zudem wusste, dass höchstwahrscheinlich auch noch ein ermattender Nachmittag und Abend folgen würde, nutzte er halt die Gunst der Stunde. Natürlich freute er sich dennoch auf den Rest des Tages. Schließlich hatten sein Bruder und er gleich den ersten Abend in der neuen Stadt frei und das gefiel nicht nur diesem. Sein mehr oder weniger friedlicher Schlaf wurde ziemlich abrupt durch das verdammt geräuschvolle Öffnen einer Tür und das darauf folgende, ziemlich laute und bekannte, ‚Caaaaaain‘ gestört. Leise grummelte er, was allerdings unhörbar für den, gerade durch die Tür gestürmt kommenden, Alyx war. Jep, das war’s mit der Ruhe. Er wäre wahrscheinlich schon alleine durch die Tatsache, dass die Tür geöffnet wurde wach geworden – in diesem Falle hatte er einen ziemlich leichten Schlaf –, aber durch den Ruf seines Bruders war es eindeutig, dass sein gemütlicher Schönheitsschlaf vorbei war. Das war ja alles (mehr oder weniger) schön und gut, aber das hieß noch lange nicht, dass er von hier auf jetzt wach und putzmunter war. Immerhin, zumindest ne halbe Stunde hatte er geschlafen. Besser als gar nichts.
Er hatte letztendlich noch nicht mal die Chance sich vernünftig aufzuraffen, da schien Alyx ihn entdeckt zu haben. Und das natürlich auch gleich verbal verkündete. Die Frage danach ließ ihn innerlich schmunzeln aber auch die Augen verdrehen. Typisch. Bei den Geräuschen, die er machte, wie sollte er da noch schlafen? Überflüssige Frage, aber immerhin nett gemeint. So war das nun mal, sein lieber kleiner Bruder dachte meist nicht so viel, bevor er sprach. Das konnte manchmal schlecht sein, aber im Allgemeinen war es auch positiv. Es zeigte, was für eine ehrliche Person sein Bruder war. Er drehte sich zu ihm hin und schaute ihn, noch ein wenig verschlafen, an. “Bei dem Lärm, den du machst, wie sollte ich da noch schlafen?“, meinte er, ein wenig grummelnd, doch man merkte an der Art, wie er es sagte, dass er das nicht wirklich böse meinte. Alyx und er kannten sich viel zu gut, um sich an irgendwelchen Kleinigkeiten festzuhalten und der (nicht mehr ganz so) Kleine wusste, dass er nach dem Aufwachen meist erst mal eine Dusche oder einen Kaffee brauchte. Sie kannten sich wirklich, und das konnten wenig Personen von sich behaupten. Er setzte sich auf und rieb sich kurz die Augen, bevor er dann doch kurz lächelte, als er Alyx sah. Er freute sich wirklich an seinem Anblick. Kaum eine Person in den letzten Jahren in seinem Leben hatte das bewirkt – einfach nur durch die Anwesenheit ihn zu erleichtern. “Schön, dass du nun auch endlich da bist… Du siehst ja, ich bin vor Langeweile schon eingeschlafen…“, der ironische Unterton war kaum zu überhören, allerdings schwang auch Belustigung mit. Scherzen - Das tat er meistens nur in Alyxs Anwesenheit.
Er erhob sich von seinem Bett und fuhr sich durch seine Haare. Diese waren kaum durch den Schlaf verwuschelt, da er im Allgemeinen recht ruhig schlief. Sein Blick fiel auf den rosahaarigen – ja, sein Bruder trug momentan seine Haare in dieser Farbe und es stand ihm auch – der auf etwas zu warten schien. Und er musste nicht lange raten, auf was. Ihn natürlich. Alyx wollte so schnell wie es ging los. Aber er musste sich noch eine viertel Stunde gedulden – länger brauchte er nicht, um sich eben frisch zu machen. Aber so wie er Alex kannte, würde das schon wie eine Ewigkeit für ihn vor kommen. “Warte noch einen Moment, ich dusch eben…“, sagte er, während er sich an ihm vorbeiquetschte – er war eindeutig zu groß geworden in den letzten Jahren und mittlerweise sogar größer als er selbst – und ins Bad schlüpfte. Ein wenig frisch machen nach dem langen Morgen war wirklich keine schlechte Idee gewesen und er genoss das warme Wasser auf seiner Haut. Es dauerte nicht lange, dann war er fertig; normal halt, er war schließlich ein Junge und hatte sich beeilt. Denn Alyx war schließlich nicht die Geduld in Person.
Frisch geduscht und in gewechselter Kleidung verließ er das Bad. Jetzt war er auch wieder richtig wach und freute sich ebenfalls auf die kleine Tour in die Stadt. “So, von meiner Seite aus können wir jetzt los – oder hast du dir es auf einmal anders überlegt und möchtest nicht mehr die Stadt erkunden?“, verkündete er, während sein Blick den Rosahaarigen suchte. Das musste er aufgrund der Größe des Wohnwagens nicht lange tun. Er saß mit überkreuzten Beinen auf seinem Bett und schaute ihn erwartungsvoll an. Der Anblick zauberte Cain ein kleines, leichtes Lächeln auf die Lippen. Wahrscheinlich hatte sein Brüderchen die ganze Zeit gespannt gewartet. Wie ein Haustier auf sein Essen. Auf nichts anderes konzentriert. Fehlte jetzt nur noch das Schwanzwedeln und Ohrenzucken- was zugegebener maßen schwierig sein würde, da er weder einen Schweif noch Tierohren besaß. Aber hey, die Vorstellung war amüsant.

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Alyx


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Offensichtlich war Cain nicht gerade begeistert, von seinem Bruder geweckt zu werden. Es war eigentlich nicht Alyx' Absicht gewesen, ihn zu wecken. Woher hätte er denn wissen sollen, dass er schlief? Okay, wenn er sich einen Moment lang umgesehen hätte, und nicht direkt lautstark den Namen des Anderen gerufen hätte, wäre ihm das vielleicht aufgefallen, bevor er aufgewacht war, aber jetzt war es sowieso zu spät. Cain war wohl noch nicht hellwach, aber er antwortete bereits auf seine Frage. Besser gesagt stellte er direkt eine Gegenfrage. Wie er bei dem Lärm schlafen sollte? Welcher Lärm denn bitte? “Ich mache doch gar keinen Lärm!“, antwortete Alyx mit einem Grinsen im Gesicht. Er war eben gut gelaunt, und freute sich über einen freien Tag mit seinem Bruder, aber Lärm machte er dennoch nicht. Früher oder später hätte Cain sowieso aufstehen müssen, beschloss Alyx, und da war früher doch besser, vor allem wenn die zwei sich noch die Stadt ansehen wollten. Und das wollte sein Bruder sicherlich auch, nur war er vielleicht nicht mit solchem Tatendrang bei der Sache, wie er selbst. Dazu musste er auch erst einmal richtig wach werden. So wie er ihn kannte, würde Cain jetzt einen Moment brauchen, um sich aufzurappeln und sich fertig zu machen, und dann würde seine Laune auch schon um einiges besser sein. Schon jetzt war er zum Scherzen aufgelegt, und lies eine ironische Bemerkung ab, auf die Alyx selbstverständlich gleich die passende Antwort einfiel. “Genau dazu bin ich ja da, damit du dich nicht langweilst.“ In seiner Gegenwart war das aber auch kaum möglich. Jedenfalls nicht, wenn er gut drauf war, und schon Pläne für den Rest des Tages geschmiedet hatte.
Wahrscheinlich war das einer der Gründe, weswegen sich die zwei Brüder so gut verstanden. Sie waren sehr verschieden, aber die kleinen Witze zwischendurch, die netten Gespräche, so etwas brauchte man einfach, vor allem unter Geschwistern. Oder vielleicht auch besser gesagt: Vor allem unter Personen, mit denen man auf engstem Raum zusammen lebte, ob man nun wollte oder nicht.
Während Alyx sich darüber Gedanken machte, wieso sie sich so gut verstanden, hatte Cain sich inzwischen von seinem Bett erhoben, und wie schon erwartet beschlossen, duschen zu gehen. Das war so eine Art Angewohnheit von ihm, Alyx war das schon gewöhnt. Wenn sein Bruder aufstand, dann trank er entweder direkt einen Kaffee, oder duschte. Im Kaffee kochen war er deswegen schon ein echter Profi geworden, denn seinem Bruder morgens eine Freude zu machen, wenn er vor ihm wach wurde, war immer nett. Während Cain also in der Dusche verschwand, was sich für beide zu einem kleinen Problem entpuppte, da der Wohnwagen wirklich klein war, und beide über 1,80 Meter groß waren, überlegte Alyx, was er die nächsten paar Minuten noch machen könnte, bevor die zwei sich auf den Weg machen würden. Er entschied sich dafür, sich ebenfalls noch kurz frisch zu machen, allerdings ohne Dusche. Er suchte sich ein neues T-Shirt raus, zog es an, und kämmte kurz seine Haare, die heute fast wie von selbst perfekt saßen. Sehr schön, da war nicht einmal Haarspray oder ähnliches nötig. Auf einer Seite hatte er ein paar Haarsträhnen nach hinten gesteckt, was er auch so beibehielt, und nur die Haarklammer neu befestigte, damit es auch so halten würde. Als er fertig war, was nicht gerade viel Zeit in Anspruch genommen hatte, ließ er sich auf seinem Bett nieder, und wartete. Nach kurzer Zeit kam dann auch Cain wieder aus dem Bad, und wurde von Alyx schon erwartet. Als der Schwarzhaarige nun erklärte, von ihm aus könnten sie los gehen, und ihn fragte, ob er es sich anders überlegen wolle, sprang Alyx auf und verneinte diese Annahme sofort. “Wie kommst du darauf?“, lachte er, “Ich hab nur auf dich gewartet, lass uns gehen!“ Er war gespannt auf diese neue Stadt, und freute sich darauf, sie anschauen zu können. Das Wetter heute war gut, also würde dem wohl nichts mehr im Wege stehen, jetzt wo Cain auch besserer Laune war und ihn fröhlich anlächelte. Er prüfte noch einmal nach, ob er sein Portemonnaie dabei hatte, und ging in Richtung der Tür. Den Schlüssel zum Wohnwagen, der von innen im Schloss steckte, nahm er und hielt ihn Cain hin, denn so wie er sich kannte, würde er ihn eher verlieren, als sein Bruder. Normalerweise ließen die beiden die Tür des Wohnwagens meist einfach offen, aber wenn sie längere Zeit das Zirkusgelände verließen, und vor allem auch abends noch weg waren, dann war es eindeutig besser, wenn niemand außer ihnen in dem Wagen konnte. Dann öffnete er die Tür, ging allerdings noch nicht raus, sondern hielt die Tür für den Schwarzhaarigen auf, der momentan noch hinter ihm im Wohnwagen stand.

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Cain

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Mit Alyxs Erscheinen war die angenehme Ruhe zwar gestört, allerdings machte Cain das dann doch nicht sonderlich viel aus – schließlich freute er sich ja ebenfalls auf den Nachmittag mit seinem kleinen Bruder. Dennoch war er halt der Typ, der ein wenig brauchte, bis er vollständig wach war, was am besten mit einem Kaffee oder einer Dusche klappte, ansonsten war er teils ein kleiner Morgenmuffel – solange er jedenfalls die Zeit dazu hatte. Aber da es ja weder Morgens war und ihm nun, da sein Brüderchen gekommen war auch nicht mehr viel Zeit blieb, war es wohl höchste Zeit, dass er sich aufrappelte. Und das tat er auch gleich, natürlich nicht ohne eine klitzekleine Beschwerde. Schließlich war Alyx ja wirklich unbedacht laut gewesen. Aber hey, so kannte und liebte man den Jungen… “Jaja, natüüürlich.“ Alyx würde niemals zugeben, dass er laut war. Natürlich, wieso sollte er auch? Er bekam schließlich nicht mit, was für einen Lärm er machte, das merke nur sein Umfeld. Doch wie auch immer, er wusste, dass er es nicht böse gemeint hatte und das war die Hauptsache. Jedenfalls war Cain schon gut gelaunt genug für Ironie und Scherze, was Alyx gleich begeistert aufzunehmen schien. Ein Schmunzeln glitt über das Gesicht des Dunkelhaarigen. Es war wirklich immer schön zu sehen, wie gut Alyx doch drauf war. “Dann hast du wirklich eine tolle Aufgabe fürs Leben gefunden. Ich werde mich daran erinnern, sollte mir je wieder langweilig werden“, antwortete er, bevor er sich auf den Weg ins Bad machte. Unter einer relativ warmen Dusche fühlte er sich gleich schon entspannter. Nach dem Tag war das aber auch kein Wunder… Obwohl es auch schon schlimmere gegeben hatte. Wenn er nur daran dachte, wie Jonny letztes halbes Jahr geschafft hatte das komplette große Zelt kurz nach dem Aufbau wieder einstürzen zu lassen, dann war er froh, dass diesmal alles glatt verlaufen war. Ein Glück war damals niemand wirklich verletzt worden, aber beinahe war auch etwas auf ihn gefallen, als er die Technik gecheckt hatte. Dieser Zirkus war wirklich das reinste Chaos… was einen wundern ließ, dass es letztendlich dann doch immer super funktionierte; und vor allem die Vorstellungen kamen stets mehr als nur gut an. Und irgendwann kam einem selbst das chaotische nicht mehr so chaotisch vor, wenn man es jeden Tag erlebte. Dennoch kam er nicht umhin es immer wieder zu bemerken. Wahrscheinlich war es langsam wirklich höchste Zeit den ganzen Zirkus hier zu verlassen… wie auch immer, erst mal hatte er ja heute frei und diese freie Zeit würde er entsprechend nicht hier verbringen, sondern in der nahe gelegenen Stadt. Da sollte es zumindest etwas geordneter zugehen.
Nach der erfrischenden Dusche dauerte es nicht lange bis er Alyx wieder Gesellschaft leistete. Dieser hatte brav auf ihn gewartet… was er dann auch gleich verkündete. Obvious. Klar hatte er auf ihn gewartet, auf wen oder was denn sonst? Nur Alyx würde das dann gleich so glücklich und direkt aussprechen, doch warum auch nicht, deshalb konnte man ihn auch nur lieb haben. Vor allem, wenn er dabei lachte. Er ertappte sich dabei, wie er davon angesteckt wurde und ebenfalls lächelte. Das war etwas was wirklich fast nur sein Bruder schaffte und wenn man bedachte, wie häufig, dann konnte man wirklich sagen, dass Alyx ihm gut tat. “Sehr schön. Dann lass uns keine Zeit verlieren!“, meinte er nun auch gut gelaunt, während sie sich ihre Sachen schnappten. Viel brauchte er nicht, aber Portemonnaie und Handy durften natürlich nicht fehlen. Und auch den Wohnwagenschlüssel hielt Alyx Cain schon erwartungsvoll hin. Kein Wunder, dass er ihn nehmen sollte, denn manchmal hatte sein kleiner Bruder das Talent, Dinge zu verlieren oder zu verlegen. Also nahm er den Schlüssel gleich an. Freundlicherweise hielt sein Bruder ihm auch noch die Tür auf, weshalb er sich kurz bei ihm bedankte. Ein richtiger kleiner… oder eher großer… Gentlemen, sein Bruder. Zumindest, wenn er daran dachte. Nachdem dieser auch draußen war, schloss er gleich die Tür ab, dann wandten sie sich zum Gehen. – Was ja eigentlich nicht schwer sein sollte. Betonung auf sollte. Natürlich musste in diesem Moment ein Pfahl, keine zwei Meter vor ihnen umkippte – wenn er Alyx, welcher glücklich vorgehüpft war, nicht noch festgehalten hätte, gewiss auf diesen drauf gefallen wäre. Man hörte nur ein ‚Tschüldigung!‘ aus dem Hintergrund, was Cain dazu veranlasste, die Versuchung zu unterdrücken zu müssen, die Hand vors Gesicht zu schlagen. Mit diesem Zirkus, chaotisch hin oder her, stimmte einfach was nicht. “Alles okay bei dir?“ Irgendwie hatte er das die letzten Jahre viel zu oft fragen müssen. Hier lebte man einfach zu gefährlich… und er hatte schon gedacht, heute wäre alles glatt gelaufen. Naja, war ja nichts passiert.
Sie setzten ihren Weg dennoch natürlich wie geplant fort, wobei Cain, mehr oder weniger erfolgreich, einfach das Geschehen im Hintergrund aus seinen Gedanken verbannte. Wenn nicht, wär ihm aufgefallen, dass aus einem Wagon fluchend eine brennende Pfanne hinausgeworfen wurde, ein Typ mitsamt einer Leiter auf ein kleineres Zelt kippte und jemand mit der Tür seines Wohnwagens durchs Lager lief. Gut, dass es hier so verdammt lebendig zulief… “Was geht nur bei diesem Zirkus…“, murmelte er kopfschüttelnd. Jep, das hier war ein Zirkus, im wahrsten Sinne des Wortes.
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