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 Cain Evans

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Cain

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Steckbrief :
Beziehungen :
Alter :
19 Jahre
Status :
Single
Nationalität :
Englisch
Spieler :
Lyra

Beitrag

Cain Evans
HUMAN │ NINETEEN YEARS │ MALE │ ENGLISH


Name “Ich wurde auf dem Namen Cain Evans getauft. Ich habe keine Ahnung, was meinen Eltern in ihren Köpfen vorgeschwebt haben muss, als sie mir meinen Vornamen gaben. Sie beide waren nämlich strenge Christen und dementsprechend musste ihnen der Bedeutung des Namens ‚Cain‘ vollends bewusst sein. Cain, der Brudermörder. Der erste Sohn von Adam und Eva, der seinen jüngeren Bruder Abel aus Neid erschlug. Keine sonderlich positive Bedeutung – aber hey, wer achtet denn heute noch auf die Namensbedeutung? Er hört sich ganz gut an und mir ist letztendlich egal, schließlich ist es auch ein recht normaler Name heutzutage. Doch warum meine Eltern ihn gewählt haben, bleibt mir ein Rätsel. Zwar bin ich der ältere von uns Brüdern, doch zu dem Zeitpunkt der Namensgebung hatten sie doch noch keine Ahnung, dass sie noch einen Sohn bekommen würden. Nun gut, immerhin haben sie mein jüngeres Geschwisterteil nicht noch ‚Abel‘ genannt, denn dann hätte ich es nicht weiter auf Zufall oder der Tatsache, dass der Name für manche schön klang, schieben können.“
Herkunft “Mein Geburtsort ist Liverpool, doch meine Heimat ist diese englische Stadt schon lange nicht mehr. Zwölf Jahre ist es schon her, seit ich sie verlassen habe. Seit dem war der Zirkus „Nocturna Obscura“ meine so genannte Heimat. Allerdings so ‚heimatlich‘ habe ich mich dort nie wirklich gefühlt. Ich hoffe, dass ich irgendwann einen Ort finden kann, an dem ich leben möchte. Das Reisen ist zwar ganz nett, doch manchmal sehne ich mich nach etwas festerem.“
Gesinnung“ … Dieses Thema ist wirklich ein wenig.. persönlich. Aber nun gut, ich werde es euch verraten, doch nur weil ich heute einen guten Tag habe. Das ist nämlich ein wenig.. kompliziert. Tatsächlich zieht mich, so wie ‚Gott‘ es will, das weibliche Geschlecht an. Doch in der letzten Zeit erwische ich mich dabei, dass ich auch Personen meines eigenen Geschlechtes attraktiv finde. Ich weiß noch nicht recht, was ich davon halten soll; schließlich ist das doch nicht von der Natur aus vorgesehen, oder? Nun ja, ich hoffe es ist nur eine Phase, ansonsten bin ich tatsächlich bisexuell… Aber natürlich finde ich Frauen noch deutlich attraktiver, denkt bloß nichts falsches.“
Aussehen “Ich bin weder auffallend groß noch besonders klein. Ebenso verhält es sich mit meinem Körperbau; weder bin ich sehr breit und stämmig noch zu schmal und schlaksig. Doch das bedeutet nicht, dass ich sofort zu dem Durchschnittsmenschen gehöre. Tatsächlich bin ich – im Gegensatz wohl zu vielen in der heutigen Gesellschaft – durchtrainiert und sehr schlank. Allerdings nicht so, wie viele andere junge Männer, die ins Fitnessstudio gehen, um hinterher wie aufgeplusterte Bodybuilder auszusehen; nein, ich habe zwar Muskeln, und das auch sichtbar, aber nicht so auffällig, dass man das gleich schon auf den ersten Blick erkennt. Desweiteren habe ich sehr dunkle, fast schwarze, und nahezu unzähmbare, Haare, die ich am liebsten relativ lang trage, aber dennoch nie länger als schulterlang. Diese dunklen Haare sind ungewöhnlich für einen Engländer, ich weiß, aber mein Großvater mütterlicherseits kam aus dem fernen Osten, aus Japan um genau zu sein. Dazu habe ich blaugraue Augen und recht feine Gesichtszüge. Fehlt sonst noch etwas? Vielleicht die Tatsache, dass ich meistens eine eher düsterere und unscheinbarere Ausstrahlung habe, was man besonders merkt, wenn ich mit meinem Bruder zusammen bin. Doch das stört mich nicht sonderlich, so bin ich halt. Und das heißt ja nicht gleich, dass ich unfreundlich bin.“
Größe “Mit meinen 1,83 Metern gehöre ich wohl zu den Leuten mit einer recht unauffälligen Größe. Ich rage in Menschenmengen nicht besonders hervor und trotzdem gehöre ich definitiv nicht zu den kleinen. Ich bin auf jeden Fall zufrieden damit.“
Gewicht “Ich wiege so um die 70 Kilogramm. Auf den Gramm genau kann ich es euch leider nicht mit teilen, da ich mich normaler weise nicht wiege. Ich bin demensprechend nicht wirklich schwer, aber auch nicht extrem leicht. Für meine Größe ein vollkommen okayes Gewicht, auch wenn man mir auch mal gesagt hat, vor allem als ich jünger war, ich solle mehr essen.. Doch ich finde, ich esse genug. Wahrscheinlich sogar theoretisch mehr als genug, wenn man bedenkt, wie gerne ich doch esse. Scheinbar habe ich wohl einen guten - wie sagt man? - Stoffwechsel.“
Kleidungsstil “Insbesondere bevorzuge ich eher unauffällige Kleidung, was im einem starken Gegensatz zu meinem Bruder steht, der auch mal gerne extravagant und knallbunt auftritt. Das ist nichts für mich. Fast immer trage ich schwarz, die einzigen Ausnahmen sind, wenn mein Bruder mich irgendwie anderweitig überzeugt hat. Das geschieht allerdings nicht so häufig. Was ich aber eigentlich besonders mag, sind Kleidungsstücke, vor allem Jacken, aus Leder. Wenn die nicht so teuer wären, hätte ich gewiss schon mehr davon. Aber man kann schließlich nicht alles haben. Auch noch erwähnenswert wäre, dass ich meistens darauf achte, dass ich nicht zu verschlissen aussehe. Ein relativ ordentlicher Eindruck ist gewiss kein schlechter. Ein wenig Eitelkeit ist wohl auch angebracht. Ansonsten trage ich immer eine Kette mit einem Kreuz mit mir, da ich sie von meinen Eltern bekommen haben, und das ist auch der einzige Grund, warum. Durch ihren Tod habe ich so oder so jeglichen Glauben an ‚Gott‘ verloren, weshalb das silberne Kreuz eher ein Erinnerungsstück an meine Eltern ist, als sonst was. Zudem habe ich sie eher in einer Hosen- oder Jackentasche, als das ich sie offen trage. Doch bei mir ist sie eigentlich immer.“

Biografie “Wo muss ich anfangen, damit ihr die Tragödie in meinem Leben nachvollziehen könnt? Beginnen wir ganz am Anfang mit dem Grund für meine Existenz: Meine Eltern, Mary und James. Beide kamen sie aus Liverpool und kannten sich schon aus der Schulzeit. Wie in einem schlechten Film konnten sie sich anfangs überhaupt nicht ausstehen, bis sie sich dann schlussendlich ineinander verliebten. Nach den üblichen bekannten Höhen und Tiefen heirateten sie alsbald und kaum ein halbes Jahr später kam ich zur Welt. Vielleicht hatten sie deshalb so schnell geheiratet, da meine Mutter schwanger war - sie beide kamen aus relativ strengen christlichen Verhältnissen, weshalb ein uneheliches Kind gewiss nicht das gewesen wäre, was sie wollten-, aber das war auch letztendlich egal, da sie sich wohl wirklich liebten. Zumindest war es das, was ich so als kleines Kind mit bekam.
Natürlich erinnere ich mich kaum an die Zeit als Baby und Kleinkind; doch ein Ereignis, ein Bild eher, brannte sich dennoch in mein Gedächtnis ein. Ein wahrhaft glückliches; als meine Eltern mit meinem kleinen Bruder Alex nach Hause kamen. Ich liebte ihn auf den ersten Blick; brüderliche Liebe ist da natürlich gemeint. Und diesen Drang, ihn beschützen zu wollen, habe ich noch heute, auch wenn er wahrscheinlich mittlerweile ein wenig unpassend ist. Nun gut, wir wurden älter und waren nahezu unzertrennlich. Alex wollte immer alles genauso gut können wie ich, doch ich war zwei Jahre älter als er und so konnte er schlecht das gleiche tun, was ich schon konnte. Doch ich denke, ich war ihm schon irgendwie ein Vorbild, damals, als wir noch jünger waren. Als ich in die Schule kam, weinte Alex anfangs immer, wenn ich das Haus verließ. Ja, er war die reinste Heulsuse als Kleinkind. Man konnte aber auch nie lange sauer auf ihn sein.
Meine ersten beiden Schuljahre waren keine schlechte Zeit, im Gegenteil. Ich lerne viele nette Kinder meines Alters kennen und ich befreundete mich recht schnell mit vielen. Ich glaube, Alex war da ein wenig eifersüchtig auf sie, da ich dadurch nicht immer etwas mit ihm gemacht habe, aber als Kind habe ich so etwas kaum gemerkt. Jedenfalls war ich ausgesprochen gut in der Schule, weshalb ich gleich die zweite Klasse übersprang. Ich war natürlich stolz darauf, eben weil meine Eltern stolz auf mich waren. So sind Kinder halt, vollkommen an ihre jeweiligen Vorbilder gebunden… Sieben Jahre war ich nun alt und bis dahin war mir eigentlich noch nie etwas schlechtes wiederfahren. Ich lebte ein Leben, was viele Kinder in den Industrieländern des Einundzwanzigsten Jahrhunderts hatten, und das war gewiss etwas Schönes. Im Nachhinein weiß ich, dass ich abgeschirmt wurde von den harten und ungerechten Sachen dieser Welt und stattdessen in einer lebte, wo alles wunderbar erschien, so wie es mir auch vorgegaukelt wurde. Das einzige, worum ich mir Gedanken machen musste war, was ich an einem Tag machen wollte und mit wem ich was machen wollte. Natürlich verbrachte ich immer noch Zeit mit Alex, welcher sich mit seinen fünf Jahren schon total darauf freute, im nächsten Sommer ebenfalls die Schule besuchen zu dürfen. Es war wirklich eine schöne, sorgenfreie Zeit. Bis zu jenem Tag.
Es war eigentlich ein angenehmer Tag gewesen. Ich hatte keine Schule, da es Wochenende war, das Wetter war sonnig und ich war mit Alex draußen spielen gewesen. Nicht weit entfernt von unserer Wohnung natürlich, nur ein paar Straßen weiter auf einem kleinen Spielplatz. Alles wirkte normal und unschuldig, wie eh und je. Ich weiß es noch genau; ein paar andere Kinder aus der Nachbarschaft spielten mit uns Räuber und Gendarm und anschließend bauten wir noch Sandburgen. Gegen Nachmittag bekamen Alex und ich Hunger und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Unten im Treppenhaus spielten wir dann ‚wer zuerst oben ist‘ – ich gewann natürlich haushoch, zudem unsere Wohnung im obersten Stockwerk lag. Als ich gut gelaunt oben ankam wunderte ich mich kurz, warum die Tür nur angelehnt war, aber wie es nun als Kind so ist, man kümmert sich nicht weiter drum, sondern stieß sie vollends auf. Ich wünschte mir sogleich, ich hätte es nicht getan. Mein Gehirn brauchte kurz seine Zeit um zu realisieren, was es sah. Ich fühlte mich wie erstarrt und begann zu zittern. Der sonst so helle und einladende Flur war das reinste Blutbad. Ich sah überall rot. Die Zeit war für mich stehen geblieben und noch jetzt erinner ich mich an jedes kleinste Detail. Ich werde euch allerdings ersparen, was genau ich sah, es war einfach zu grausam. Eines wusste ich aber: Meine Mutter sowie mein Vater waren tot, ermordet. Ich wollte schreien, wegschauen doch ich konnte nicht. Der Schrei blieb mir wortwörtlich im Hals stecken. Ich würde aus meiner Trance gerissen – die wahrscheinlich nicht länger als ein paar Sekunden angedauert hat, sich für mich allerdings wie Stunden angefühlt hat – als Alex auf den Treppenstufen sichtbar wurde und er mich fragte, warum ich so da stehen würde. Das erste, woran ich dann dachte war, meinem kleinen Bruder diesen Anblick zu ersparen und schloss schnell die Tür, bevor dieser in Sichtweite kam. In diesem Moment musste ich erwachsen spielen. Nein, nicht nur spielen, durch die Konfrontation mit diesem Grauen bin ich wohl viel zu früh erwachsen geworden. Ich setzte ein Lächeln auf, was ich wohl noch nie zuvor tun musste und log. Erzählte ihm, dass unsere Eltern noch nicht zu Hause seien, dass ich durch einen Schlüssel reingekommen bin, wir aber jetzt woanders hin gehen mussten. Ich weiß nicht, wie ich so ruhig bleiben konnte, ich war schließlich erst sieben Jahre alt. Aber ich bin noch immer mehr als froh, dass es geklappt hat, dass Alex mir sofort geglaubt hat. Ich weiß noch, wie er neben mir her hüpfend entlang gelaufen ist, während ich mir die Tränen unterdrücken musste. Ein Glück war ihm nichts aufgefallen… Wir gingen zu Freunden meiner Eltern, die eine Tochter hatten, welche im Alter von Alex war. Die Erwachsenen merkten sofort, dass mit mir etwas nicht stimmte und ebenso mein Unbehagen mich bei Beisein meines Bruder zu äußern. Doch das war leicht geklärt; Er spielte schnell mit der Tochter in einem anderen Zimmer. Jetzt, wo er endlich weg war, kam alles wieder zurück und ich begann zu weinen, was ich schon damals selten getan habe. Aber wie kann man es mir auch verübeln? Nein, es war eine natürliche Reaktion. Ich erzählte unter Heulkrämpfen, was ich gesehen hatte, und ich weiß noch, wie die Gesichter der Erwachsenen erst erschrocken aussahen und sich dann verdüsterten. Dieser Ausbruch war wohl das letzte Mal, wo ich vollends ein Kind sein konnte. Danach… es ging alles sehr schnell. Die Polizei wurde gerufen und ich schlief irgendwann erschöpft vom Weinen ein. Als ich aufwachte, war mein Bruder an meiner Seite, schlafend. Ich stand auf und musste erst einmal realisieren, wo ich war. Doch lange nachdenken brauchte ich nicht. Ich erfuhr, dass die Polizei alles gesichert habe, doch mehr wurde mir auch nicht gesagt. Ich war schließlich nur ein Kind. Meinem Bruder hatten sie noch nichts gesagt und ich konnte ihnen das Versprechen abnehmen, dass sie ihm nur sagen sollten, dass unsere Eltern krank seien. Das erzählte ich ihm auch, als er aufwachte und versuchte ihm zu erklären, dass wir wo anders für die nächste Zeit leben müssten. Die Freunde unserer Eltern unterstützten mich natürlich dabei, doch ich wusste, wenn ich es sagen würde, würde Alex am Ehesten damit okay sein und es glauben. Ich wollte ihm die Wahrheit bewusst vorenthalten, denn Alex war so ein lebensfrohes Kind und er sollte sein Lächeln behalten können.
Ich selber dagegen lachte die nächsten Jahre kaum noch. Viele dachten sich wohl, was für ein unnormales und viel zu ernstes Kind ich sei, aber das machte mir nichts aus. Sie wussten es schließlich nicht. Richtig lächeln kann ich bis heute nur in Gegenwart meines Bruders, ansonsten fällt es mir relativ schwer. Aber das heißt nicht, dass ich nicht versuche gut gelaunt zu sein, schließlich ist das alles schon über zwölf Jahre her… Aber zurück zu meiner Geschichte. Die Zeit danach war chaotisch und ich erinnere mich nur noch schwammig daran. Zunächst blieben wir bei den Freunden meiner Eltern, während wohl engere Verwandte gesucht wurden. Da sich aber keine im näheren Umfeld fanden, wurde darüber überlegt, ob wir in ein Waisenhaus kommen sollten. Leider habe ich nie genau erfahren, was über unsere Köpfe zu der Zeit hinweg entschieden wurde, denn ich war ja nur ein kleines Kind. Unfähig, Entscheidungen zu treffen. Ich weiß noch nicht einmal, was für uns geplant war, als, ich weiß nicht wie viele Wochen oder Monate vergangen waren, der Bruder von James, unser Onkel, auftauchte, der beim Zirkus „Nocturna Obscura“ arbeitete und anbot, uns dorthin mitzunehmen. Wie auch immer er es geschafft hat das durchzusetzen, ich weiß es nicht, doch von da an lebten wir bei einem fahrenden Zirkus.
Anfangs war mein Bruder ein wenig verängstigt von der Vorstellung, Liverpool und die gewohnte Umgebung zu verlassen und ich erinnere mich noch gut an den Ausdruck auf seinem Gesicht als er das erste Mal, ängstlich drein schauend, die große Kolonne und das riesige Zelt sah. Er klammerte sich förmlich an meine Hand. Wir müssen wohl zu dem Zeitpunkt ein wirklich trostloses Bild abgegeben haben; denn schließlich wussten alle, dass unsere Eltern gestorben waren, auch wenn sie es nicht ansprachen, wofür ich ihnen dankbar bin. Nach kurzer Zeit fand Alex den Zirkus, das Bunte und alles drum herum dann wiederrum super und aufregend und wir wurden recht freundlich aufgenommen, auch wenn wir damals noch keinen richtigen ‚Job‘ hatten. Unser Onkel hatte und hat dort immer noch eine Position, die sich um die Organisation kümmert, ähnlich wie ein Manager, also schon recht hoch. Doch auch der Direktor schien uns zu mögen und so schien es kein Problem für die Leute dort zu sein, uns dabei zu haben.
Als wir älter wurden, begannen wir auch zu helfen. Anfangs wurden uns nur kleine, Kinder gerechte Aufgaben gegeben, die wohl mehr dazu da waren um uns zu beschäftigen. Später dann wurden wir dann aber auch ein richtiger Teil und begannen wirklich zu arbeiten und später bekamen wir dann auch Geld, wovon ich auch heute noch immer etwas zurücklege und spare. Die Zeit im Zirkus verlief eigentlich relativ ereignislos und war eigentlich auch ganz nett, doch wirklich ‚zu Hause‘ fühlte ich mich dort nie. Ich versuchte natürlich stets höflich und freundlich zu sein, und so verstand ich mich auch mit vielen (aber mit genauso vielen stand ich wahrscheinlich auch auf Kriegsfuß), doch wirklich jemanden an mich heran ließ ich nicht. Außer Alex natürlich. Übrigends bekam er in dieser Zeit auch den Spitznamen ‚Alyx‘, da einer der Mitarbeiter irgendwie nicht Alex aussprechen konnte.. Jedenfalls waren wir sehr viel zusammen, vor allem in der ersten Zeit. Bis ich sechzehn oder so war, hat man uns nur im Doppelpack gesehen. Das lag wohl einerseits an der Anhänglichkeit Alexs an mich, aber auch an meinem verstärkten Beschützer-Instinkt ihm gegenüber. Doch in den letzten drei Jahren haben wir auch des Öfteren etwas ohne einander gemacht, was wahrscheinlich auch gut für uns war. Dennoch stehen wir uns immer noch nah und er war und ist noch immer die einzige Person, die mir wirklich etwas bedeutet. Nun ja. Zwölf Jahre haben wir bis jetzt im Zirkus verbracht. Die Schule habe ich ebenfalls nebenbei absolviert; im heutigen Zeitalter gibt es ja auch Möglichkeiten dafür. Ich hoffe, dass ich demnächst mich irgendwo absetzen kann, doch ich will das eigentlich nicht ohne meinen Bruder tun. Doch nun habe ich meinen Schulabschluss und ich habe über die Jahre ein kleines Sümmchen angespart und mein Onkel würde mir sicher auch noch einen Zuschuss gewähren, falls ich mich entscheiden würde zu studieren oder zu arbeiten. Aber vielleicht soll es auch nicht so sein, denn wenn ich Alex anschaue, so scheint er zumindest äußerlich recht glücklich zu sein… Ich werde sehen, was so auf mich zu kommen wird. Momentan ist der Zirkus in Irland unterwegs und als nächstes werden wir eine kleine Stadt an der Küste ansteuern. Bisher gefällt mir Irland jedenfalls und mal sehen, was diese Stadt oder das Dorf in der Nähe für mich bereithalten. Denn wir werden dort ein paar Wochen sein.“
Beruf “Mein Bruder und ich arbeiten im Moment noch im Zirkus. Dort kümmer ich mich allerdings lieber um die Sachen, die ‚hinter der Kulisse‘ stattfinden, egal, was der Direktor sagt. Natürlich, wenn er es mir befehlen würde, könnte ich nichts dagegen machen, als bei der Show direkt mitzuwirken, doch bin ich mittlerweile wohl derjenige, der sich am Meisten ein Händchen für Technik hat. Und zudem weiß der Direktor von meinem Unbehagen im Rampenlicht zu stehen. Doch ich glaube früher oder später will er mich noch dazu durch bringen, denn er sagt, mein Aussehen würde sicher einen weiteren Plus Punkt geben. Ich habe es dennoch nicht vor. Zumal ich überlege, ob ich bald den Zirkus verlassen soll, denn mir war er von Anfang an nie richtig geheuer, doch das würde ich nur mit meinem Bruder zusammen tun, und dem scheint es hier zu gefallen. Und ihn alleine lassen wäre das letzte, was ich tun würde. Nach alle dem, was wir zusammen durch gestanden haben…“

Persönlichkeit “...Es ist sehr schwierig mich selbst einzuschätzen und seid gewarnt, Selbsteinschätzungen sind nie neutral, so sehr ich es nun versuchen werde. Ich mag es zudem nicht, schließlich lobe ich mich ungern selbst, noch gebe ich gerne Fehler meinerseits preis. Aber wie gesagt, ich werde versuchen, so wahrheitsgetreu wie möglich zu berichten.
Zunächst ist zu erwähnen, dass ich mich als pflichtbewussten Menschen einschätze. Wenn man mir etwas aufträgt, dann tue ich das auch meistens, es sei denn es entspricht gegen meine Grundsätze. Zudem bin ich wohl auch recht eigenständig und habe kein Problem damit, etwas auf eigene Faust zu unternehmen. Ich würde auch mich niemals jemandem aufbürden wollen, das heißt, wenn ich merke, dass jemand nicht in meiner Gesellschaft sein möchte, gehe ich. So ist es doch das Beste für alle. Ebenso versuche ich meist nach außen hin freundlich und höflich zu sein, doch ebenso bin ich leider auch recht zurückhaltend und ernst und was wohl das Schwierigste für mich ist, ist jemandem zu vertrauen. Natürlich habe ich über die Zeit gelernt, das nicht anderen zu zeigen, doch tatsächlich brauch es wirklich lange für eine Person damit ich ihr nicht mehr misstraue. Im Allgemeinen würde ich mich ebenso als eine recht ruhige Person bezeichnen, die es überhaupt nicht mag, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Ich fühle mich dann einfach unwohl, okay? Wahrscheinlich bin ich einfach eher der Typ, der lieber in kleineren Gruppen oder gar ganz alleine unterwegs ist.
Dem hinzuzufügen ist wohl, dass ich meistens recht geduldig bin. Man kann mich gerne beleidigen, und ich würde mit den Schultern zucken und weg gehen. Oder einfach nur ruhig zuhören. Können sie doch denken was sie wollen, über mich; was geht mich das an? Doch anders dagegen ist es, wenn man Alex in irgendeiner Weise droht oder beleidigt – dann werde ich richtig wütend und habe auch schon einige Streitereien und Prügeleien deswegen angefangen, vor allem vor ein paar Jahren, als wir noch die ganze Zeit gemeinsam unterwegs waren. Außerdem gibt es so gewisse Themen, die, wenn man sie anspricht, mich auch schnell aus der Fassung bringen können. Doch die werde ich euch nun gewiss nicht mitteilen.
Desweiteren gibt es eine Sache, die vor allem meine Persönlichkeit prägt: Mein starker Überlebensinstinkt. Das heißt nicht, dass ich absolut paranoid durch die Gegend laufe, nein. Aber ich würde alles tun, um das Leben von meinem Bruder oder mir zu sichern. Wirklich alles.“
Vorlieben “Spontan würde ich so gleich die Nacht sagen, gemeinsam mit Dunkelheit. Klingt komisch für einen Menschen? Tja, kann ich doch auch nichts für. Natürlich hab ich auch nichts gegen das Licht und erst recht nicht gegen den Tag – da ist es schließlich auch deutlich sicherer sich vor zu bewegen – doch die Dunkelheit gibt einem manchmal so eine angenehme… Ruhe. Ja, ich mag ruhige Orte recht gerne, auch wenn ich mal auch nichts gegen etwas Trubel oder Ähnliches habe, so ist mir das doch bei Weitem lieber.
Ansonsten mag ich ganz gerne alkoholische Getränke; allerdings nur in den richtigen Maßen, außer roten Wein. Und Essen, nichts geht über etwas leckeres zu essen.. Auch mag ich die Musik, obwohl ich leider nie gelernt habe ein Instrument zu spielen, was sehr schade ist. Zuletzt lässt sich wohl sagen, dass ich im Allgemeinen gerne etwas mit Alex mache, aber das war ja wohl klar nach all den Informationen bisher.“
Abneigungen “Große Menschenmengen. Paradox, wenn man im Zirkus arbeitet, was? Naja, ich habe jetzt keine Phobie davor, weshalb ich wohl auch damit umgehen kann, doch sonderlich mögen tu ich es trotzdem nicht.
Desweiteren mag ich keinen Rotwein. Wein ist so rot… so rot wie Blut. Ja, die Farbe Rot mag ich seit der Nacht damals auch nicht mehr, zu sehr ist sie für mich mit Schrecken und Tod verbunden. Ich denke, ich hätte theoretisch gar nichts gegen den Geschmack von Rotwein, doch durch den Anblick zuvor schmeckt er für mich metallisch, wie Blut.“
Stärken “Vielleicht habt ihr es schon aus den vorherigen Antworten geschlossen, aber ich scheine wohl relativ intelligent zu sein. Ich glaube nicht, dass ich ein Genie bin, doch etwas über dem Durchschnitt bin ich sicherlich. Durch die Tatsache, dass ich oft an die Sicherung des Überlebens denke, habe ich gelernt mich zu verteidigen und mache stets Sport und Kampfübungen. Ja, ich kann kämpfen. Nahkampf auf jeden Fall, auch wenn ich nicht der stärkste bin, aber geschickt bin ich. Im Zirkus habe ich außerdem, zumindest etwas, gelernt, Messer zu werfen. Ich denke, ich könnte zur Not wen treffen. Ansonsten kenn ich mich noch in einem ganz anderen Gebiet aus: Die Technik.“
Schwächen “… Ich kann nicht kochen, okay? Kein bisschen. Wie unvorteilhaft das doch ist, da ich doch so gerne esse.. Aber ich weiß doch auch nicht, was ich falsch mache – ich mache etwas ganz genau nach Rezept und doch ist es hinter her ungenießbar. Ich habe wohl einfach kein Händchen dafür... Auch kann ich kein Blut sehen; ich fühl mich dann wie erstarrt. Früher bekam ich meistens sogar Zitteranfälle, doch heute kann ich glücklicherweise meine leichte Phobie meist überspielen, wobei natürlich kommt es darauf an, wie viel Blut ich sehe und in welchem Zusammenhang. Vielleicht könnte ich auch als Schwäche meinen Bruder bezeichnen. Wenn ich nicht weiß, dass es ihm gut geht, dann bin ich stets beunruhigt. Seltsam, huh. Dabei ist er mittlerweile auf jeden Fall alt genug um auf sich selbst aufzupassen – er ist tatsächlich sogar größer als ich und recht stark. Dennoch, wenn ihm etwas passieren würde, ich wüsste nicht, wie ich dann reagieren sollte.“

Wunschrang “Was meinen Sie damit? Was Sie glauben, welchen Rang man mir zuschreiben würde? Nun spontan würde ich sagen ‚ dass Sie erst schauen sollten, wie ich lebe, bevor man mir einen ‚Rang‘ oder Ähnliches zusprechen sollte.“ - Kommt noch.
Other Faces “Andere Gesichter? Nein, ganz gewiss habe ich keine. Wie zum Teufel sollte ich denn auch andere Gesichter haben? So gut bin ich nicht in der Maskenbildung, als dass ich irgendeine Person nachahmen könnte. Also nein, ich habe gewiss keine anderen Gesichter in dieser Stadt als mein eigenes. Komische Frage…“ - Noch keine.
Avatar-Person “Noctis aus Final Fantasy Versus XIII ist mir wie aus dem Gesicht geschnitten, die Tatsache, dass er manchmal rote Augen hat mal weg gelassen. Er könnte nach mir designt sein und ich wäre mir dem auch ziemlich sicher – doch wie hätte ich da irgendwie Einfluss nehmen können? Ich kenne doch niemanden aus dem Genre… Es muss wohl Zufall sein, so unwahrscheinlich es auch klingt!“ - Noctis aus Final Fantasy Versus XIII von Square Enix
Weitergabe “Wie Weitergabe? Ich bin ich und ich bleibe ich. So bin ich doch gerade erst in diese Stadt gekommen und nur einer schreibt hier meine Geschichte, und das bin ich.“ - Noch keine und es ist auch noch nicht geplant.

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