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 Just another night at the Pub

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Valkyra
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Rumänisch
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Melly

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2. August │ 23:00 Uhr │ Valkyra & Rhys
Just another night at the Pub

Ein Mensch würde die Nacht schon als fortgeschritten bezeichnen, aber nicht für die Besucher des kleinen, unscheinbaren Pubs. Für sie hatte die Nacht gerade erst angefangen. Es war eine laue August-Nacht und die frische Luft zeigte einen, dass es langsam Herbst wurde.
Valkyra war aber niemand der über das milde Wetter Irlands philosophierte und sich an der malerischen Landschaft dieser Gegend erfreute. Sie irrte jetzt schon seit einem Jahr durch den Inselstaat, zuvor hatte sie einige Zeit in Frankreich verbracht. Für die vier Jahrhunderte alte Rumänin war diese Zeitspanne nichts. Einigen wir uns einfach darauf, dass sie gerade erst in Irland angekommen war. Die Vampirlady hatte vor nicht allzu langer Zeit (ca. 6 Jahre) beschlossen Europa zu bereisen, da sie aber ziemlich träge und nicht sehr schnell im Denken war, hatte sie noch nicht allzu viele Orte besucht. Sie war eigentlich die meiste Zeit nur auf der Suche nach Nahrung oder Unterschlupf, immer im Wechsel. Im Moment war es Ersteres, das verrieten die dunklen Ringe und Äderchen unter ihrem Augen. Sie schlurfte also ziellos umher, bis sie an ein Gebäude kam. Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus das Es sich um eine Bar handelte. Solche Einrichtungen waren immer sehr gut geeignet um ihren Hunger zu stillen, in zweierlei Hinsicht.
Ein Lächeln, das irgendwie falsch aussah, es aber nicht war, schlich sich auf ihre trockenen Lippen, als sie das Schild bemerkte, das jeden Besucher an diesem Ort Willkommen hieß. In einer so abergläubischen Gegend wie dieser hätte sie das nicht erwartet.
Nach kurzem Überlegen betrat Valkyra den Pub. Es war ziemlich leer, aber ihr gefiel die Einrichtung. Dieser Laden hatte irgendetwas an sich, was sie anzog, sie wusste nur nicht was. Sie setzte sich an den Tresen und wurde sofort von dem Barkeeper in Empfang genommen, der offensichtlich ein ziemlich schiefes Lächeln hatte, das lag aber vermutlich daran, dass sein Gesicht allgemein ziemlich schief war. Wortlos zeigte sie auf die Flaschen mit der roten Flüssigkeit gefühlt waren. So langsam hatte sie einen Verdacht, für wen dieser Pub gebaut worden war, und das gefiel ihr ausgesprochen gut. Der Schankwirt verstand sofort, nahm eine der vorderen Flaschen und füllte den Inhalt in ein Rotweinglas. Er war es wohl schon gewohnt, dass die meisten Besucher nicht sehr gesprächig waren.
Valkyra nippte an dem Glas und verzog kurz das Gesicht. Das Blut war eindeutig nicht mehr frisch, aber besser als nichts. Gedankenverloren besah sie sich die anderen Gäste genauer. Eines stand fest, ein Opfer würde sie hier wohl nicht finden.

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Rhys

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186 Jahre
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Single
Nationalität :
Schottisch

Beitrag

Die Nacht war kühl und roch frisch, als wäre vor kurzem Regen gefallen, die Straßen waren so gut wie leer. Wer jetzt noch nicht zu Hause war, saß entweder in einer der Bars oder lag betrunken in einer finsteren Ecke der Stadt, doch denen schenkte die einsame Gestalt eines jungen Mannes keine Beachtung. Er war nicht übermäßig durstig und die armen Gestalten in den Seitengassen waren ihm deswegen egal. Außerdem wären sie zu leichte Beute, sie konnten sich ja doch kaum wehren. Und trotzdem die Nacht dunkel war, zeigte die mittelgroße Gestalt keine Anzeichen von Eile oder Angst vor Dingen, die nur die Nacht bringen konnte. Viel eher schlenderte sie, einen Gehstock entfremdend durch die Gegend schwingend, durch die Straßen und besah sich die Gebäude. Das einzige, was gefehlt hätte, um ein Bild aufzubauen, das man so schnell nicht vergessen würde, wäre eine fröhliche, gepfiffene Melodie. Aber es war immerhin Nacht und die meisten Menschen brauchten ihren Schlaf, nicht wahr?
An der Statur des jungen Mannes lag es sicher nicht, dass er so entspannt durch die Straßen stapfte, anscheinend ohne ein richtiges Ziel vor Augen. Er musste doch wissen, dass es gefährlich enden konnte, in einer größeren Stadt unterwegs zu sein, zu dieser Zeit, denn wer wusste, was da auf einen lauerte. Es gab Schlimmeres als Räuber. Auch diese Stadt war sicherlich nicht von potenziellen Mördern gefreit. Doch warum war der Mann trotz der normalerweise vorherrschenden Angst so entspannt?
Nun, die Antwort ist simpel: Er gehörte selbst zu den Mördern in dieser Stadt. Und auch wenn es verwunderlich klingen mag, so wusste niemand davon. Kein Freund, kein Polizist. Nicht in dieser Stadt. Und in den meisten anderen selbstverständlich auch nicht, nebenbei erwähnt. Ein Lächeln breitete sich langsam im Gesicht des jungen Mannes aus. Es war kein finsteres Lächeln, es war ein zufriedenes Lächeln und ihm gefiel die Stadt die er hier sah wirklich gut. Er war noch nicht lange hier, einer der Gründe, warum niemand wusste, wer er war. Aber er wusste das und seiner Meinung nach war er sicherlich kein Mörder. Er war ein Bewohner dieser Stadt, seit heute, und hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Damit würde er niemals auf die Idee kommen, jemandem zu schaden. Außer, es ging ums Überleben. Und das tat es leider oft.
Der junge Mann blieb stehen und drehte sich in Richtung einer eher unscheinbaren Bar, die von Außen einen ordentlichen Eindruck machte. Beinahe wäre er dort vorbei gegangen, aber er hatte sie aus den Augenwinkeln gesehen und hatte innerhalb einer Sekunde beschlossen, dass er seine Pläne für den Abend wohl würde ändern müssen.
Als er die Tür öffnete kam mit ihm auch ein leichter Luftzug hinein. Er brauchte einen Moment, bis er sich orientiert hatte, rückte sich seinen Zylinder zurecht, und lächelte erneut. Er passte gut hier rein, befand er. Die Möbel waren anscheinend kunterbunt aus allen Epochen zusammengewürfelt, da würde er kaum auffallen. Und bei den Leuten die hier saßen... Nun, es gab wohl deutlich schrägere Vögel in der Stadt – oder sollte er Fledermäuse sagen?
Zielstrebig machte sich der Mittelgroße auf den kurzen Weg zum Tresen. Er wusste, wo er war, auch wenn er nicht einmal den Namen der Bar kannte, die er gerade betreten hatte. Aber er wusste, dass dieser Ort ein Ort für Personen seiner Art war. Mörder, wenn man sie so nennen mochte, auch wenn er dieses Wort nicht in den Mund nehmen würde. Vampire gefiel ihm besser. Das klang nicht so abschätzend!
Er bestellte ebenfalls etwas von dem Blut, sich nicht sicher, ob man hier auch anderes bekommen konnte, und drehte sich dann wieder in Richtung des Raumes. An die Theke gelehnt saß er da und betrachtete die anderen Gäste.
Die Dame neben ihm kam ihm entfernt bekannt vor. Er wusste nicht, wo er sie schon einmal gesehen hatte, denn das Gesicht kam ihm nicht allzu bekannt vor und doch wusste er, dass es ihm etwas sagen sollte. Sie war dünn, mit braunroten Haaren, die sich anscheinend nicht entscheiden konnten, ob sie sitzen sollten oder nicht, und schlürfte an etwas, das verdächtig nach Blut aussah. Aber woher kannte er sie? Und warum konnte er dem Gesicht keinen Namen zuordnen?
“Ich wünsche einen angenehmen Abend, die Dame“, begrüßte er sie, neugierig wie er war, “Ich frage mich, ob ich Ihnen schon einmal begegnet bin, auch wenn das ein ziemlich unmögliches Unterfangen wäre. Könnten Sie mir auf die Sprünge helfen?“
Vielleicht, so überlegte der Vampir, war es nicht unbedingt ratsam einen fremden Blutsauger einfach so anzusprechen, denn es war nicht mal zwingend eine gute Grundlage für ein Gespräch, aber davon mal abgesehen, dass es nie falsch war, einige Kontakte zu knüpfen, war er immer noch jemand, der es nicht mochte, das Gefühl zu haben, etwas vergessen zu haben. Dann kam er sich immer so alt vor...
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