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 Irish Pub "The dancing Leprechaun"

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Ryan
Dr. Asylum-Lord
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2. August, 22:00Uhr | Ryan, Valea | 9°C, Windig, Klar

Es war schon ziemlich spät, als ich endlich die Irrenanstalt verlies. Viele Dinge hatten mich noch aufgehalten, Beispielsweise der Bericht, das Mal wieder mehrere Patienten noch nicht zurück zum Heim gekommen waren und ich deswegen (Mal wieder) die Polizei alamieren musste. Diesmal waren aber keine Vampire dabei, sodass eigentlich - bis natürlich die psychomatischen Probleme - die große, potentielle Gefahr nicht besteht. Wenigstens eine Sache, die mir dazu geholfen hat, vor Mitternacht Feierabend machen zu können. Dazu kommen natürlich die alltäglichen Dinge, an die ich mich nie gewöhnen werden kann. Wie denn auch? Jeder Patient war anders, so konnte die eine Beispielsweise bei der Musiktherapie sich entspannen, oder natürlich - wie der heutige Fall - die Gitarre dazu nutzen zu wollen, Köpfe zu spalten.
Aus unempfindlichen Gründen wollte ich aber noch nicht nach Hause. Vielleicht, weil ich schon lange nicht mehr so früh Feierabend hatte und mir der Gedanke nicht gefiel, sinnlos in meinem Apartment zu sitzen. Allerdings war die Lust, mich jetzt in ein schickes Restaurant zu begeben oder in ein Club, genauso gering. Ich wollte einfach unter eine lauten Menge sein, Mal wieder Leben spüren. Hin und wieder konnte mein Job beengend und einsam sein.
Ich lies mein Auto aufschnurren und verlies den Parkplatz, planlos Richtung Stadt. Aus den Boxen schrie mir Fred Durst entgegen, während die Rauchwolken meiner Zigarette Kreise zogen. Seufzend lehnte ich mich nach hinten, als schon die ersten Hochhäuser zu sehen waren und die Jugendlichen durch die Straßen zogen. Vielleicht...?, schmunzelnd betrachtete ich die Jungs. Ich war lange nicht mehr unter der Jugendszene gekommen... Ich schüttelte den Kopf. Meine Güte, ich war Chefarzt und 800 Jahre: Ich konnte mich doch jetzt nicht benehmen wie ein Rowdy und besoffen durch die Gegend heizen.
Ich parkte schließlich im Kneipenviertel, immernoch Unsicher, wohin es mich trieb. Letzendlich schlenderte ich durch die Straßen, getrieben durch den Strom der Menschen, die hier und dort in Grüppchen unterwegs waren. Als ich allerdings am Leprechaun vorbei kam, war meine Suche vorbei: Wieso war ich nicht früher auf die Idee gekommen?
Gut gelaunt schlenderte ich durch die Tür und erlebte den üblichen Gehörsturz. Mit einem sachten Lächeln begutachtete ich die Lage: Laute und fröhliche Menschen, Gelächter aus allen Ecken und die Biergläser klirrten im Einklang. Ich fühlte mich urplötzlich absolut Irisch und selbstsicher ging ich an die Theke. "Guinness und ne Packung American Spirit!", brüllte ich dem Barkeeper entgegen und zwinkerte ihm zu. Ich gab ihm reichlich Trinkgeld, allerdings nur aus dem Prinzip, weil ich keine Lust hatte, das Rückgeld anzunehmen und nahm mein Bier in die Hand.
Mit den Gedanken ganz wo anders - wahrscheinlich noch ziemlich benommen - drehte ich mich einfach um und sah allerdings auf meine rechte Brusttasche, wo ich die neue Schachtel Zigaretten hinpacken wollte. Das ich allerdings jemanden mit dem Bierglas am Kopf traf und die Hälfte über ihn ergoss, bemerkte ich... zu spät. "Oh Verdammte Sch*...! Fantamij! Fu- eh, ich meine, verdammt, Tut mir Leid!", erschrocken sah ich die kleine Dame an und hielt mein Bier mit gestreckten Armen nach oben. Als ich realisierte, wie dumm das aussah, drehte ich mich wieder um und stellte das Bier ab. "Das war mein Missgeschick, ich hab echt nicht aufgepasst. Kann ich das gut machen? Ich hab im Auto noch eine Jacke, ist ihr Oberteil nass?" Erst jetzt konnte ich sie wirklich sehen. Sie war wirklich - für mich - ziemlich klein und ein.. wenig Düster angezogen.
Irgendwo im Unterbewusstsein rechnete ich jetzt mit einem Tritt in die Nüsse. Bitte nicht. "Oder alle Getränke gehen auf mich...?"
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Valea Florescu
I see dead people...No, really I do
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Es wurde bereits dunkel und das gab Valea eine leise Ahnung wie lange sie nun schon durch die Stadt stromerte. Gestern hatte sie die Anstalt nach dem Mittagessen verlassen. Zu diesen Zeiten hatten die Pfleger alle Hände voll zu tun damit zu tun einige Patienten daran zu hindern mit Essen um sich zu schmeißen und dabei bemerkten sie ihr Verschwinden selten. Das junge Mädchen hatte keinerlei schlechtes Gewissen dabei, denn eigentlich stand es ihr ja sowieso frei zu gehen wann sie wollte. Nur das mit dem Bescheid sagen und dem zurück kommen, das passte ihr nicht so ganz. Heute nacht hatte sie sich ein Zimmer in einem billigen Motel gegöhnt, qualitativ lag es zwar noch unter den Zimmern Im Sanatorium, aber es ging ihr ums Prinzip. Das war ihr das Geld alle Mal wert, das sie nicht bezahlt hatte.
Den Nachmittag hatte sie damit zu gebracht mit einer Gruppe überaus freundlichen und natürlich absolut vertrauenserweckenden Motoradfahrern zu quatschen. Valea hätte gerne ein Motorad, dann wäre sie verdammt cool und würde auch so spannende Geschichten erleben.
Nun hockte die Schwarzhaarige schon seit einer Stunde am Tresen dieser Bar und hoffte die ganze Zeit das jemand so gütig wäre um ihr ein Bier auszugeben. Bisher hoffte sie aber vergeblich.
Plötzlich bemerkte Valea das ihr Nacken ungewöhnlich feuch war und die omminöse Flüssigkeit eiskalt ihren Rücken runterlief und ihre Haare durchsiffte. Als ihr der Geruch von Gerstenmalz in die Nase stieg dachte sie daran das der Herr sich wohl einen ziemlich üblen Scherz erlaubt hatte. Das nächste Mal bitte mit Glas!, dachte sie.
Dann kam sie endlich auf die Idee nach oben zu gucken, bemerkte einen Mann der laut mit Schimpfwörtern um sich warf und sie schloss daraus das er wohl die Ursache für ihren nassen Schädel war. Valea runzelte die Stirn, denn irgendwie kam der Kerl ihr bekannt vor. Gerade als sie sich über das Angebot freuen wollte (natürlich über die Getränke und nicht die Jacke) versteinerte ihr Gesichtsausdruck als ihr wieder einfiel woher sie ihn kannte. Sie hatte zwar noch nie direkten Kontakt mit ihm gesehen, aber sie wusste wohl das sie gerade niemand geringeres als den Chefarzt ihres verhassten Wohnorts vor sich hatte. Ganz ruhig Valea, nichts anmerken lassen, ganz natürlich wirken und sag alle Fälle nichts auffälliges; beschwor sie ihre Gedanken.
"Schon gut und ich bin übrigens nicht verrückt!" ,stellte sie klar. Denn Menschen die das verleugneten waren natürlich niemals verrückt. Die kleine Irin griff sich in den Nacken um zumindest ein bisschen etwas von dem Bier aus ihren Haaren zu wringen. Hatte der Typ ein Glück das Valea wusste das Bier gut für die Haare war, achja und das er möglicherweise über ihre Zukunft entscheiden könnte. Aber das wusste er mit Chance ja gar nicht, wundern würde es Valea nicht. Der Mann schien schon einen guten Alkoholpegel zu haben.
Sie warf ihre schwarzen Haare zurück auf ihren Rücken und lehnte sich über die Theke um etwas zu bestellen. "Haben sie vielleicht ein Flasche Rotwein die schon etwas länger offen steht, wenn ja nehm ich davon ein Glas. Wenn nicht nehm ich den ältesten Wein den sie da haben, geht auf seine Rechnung." ,sagte Valea unverblühmt und zeigte auf den Arzt. Sie wollte ihn jetzt nicht unbedingt gezielt das Geld aus der Tasche ziehen. Andererseits verdiente er seine Brötchen damit sie gefangen zu halten. Da war er es ihr doch irgendwie schuldig.
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Ryan
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Nun, ehrlich gesagt hatte ich mit einer anderen Reaktion gerechnet. Eine vielleicht, etwas Aggressivere? Schließlich hatte ich ihr gerade Dunkelbier in die Haare gekippt und sie beinahe mit dem Bierglas ... Lassen wir das. Alles, was mir etwas Merkwürdig vor kam, war ihr plötzlich geschockter Blick, als hätte sie mich verwechselt oder auf dem ersten Blick nicht richtig erkannt, aber eigentlich - naja, war die Reaktion nicht unbedingt verwunderlich.
Der Satz darauf war verwunderlich. Mit runzelnder Stirn ging ich meine Sätze durch und fragte mich innerlich, ob ich in meinen Entschuldigungen ihr irgendwas unterstellt hat. Habe ich ein Trend verpasst? War das normal, jemanden bei neuer Bekanntschaft seinen Drink in die Haare zu schmieren? Nein warte, Hä? "Okay...? Ehm, habe ich dir auch nicht unterstellt - oder eher: ich möchte dir nichts unterstellen. Aber gut zu wissen." Ich ließ ein charmantes Lächeln aufblitzen und zwinkerte ihr zu - nicht unbedingt, um mich einzuschleimen: Wohl eher, um das Beste aus der Situation herauszufischen. Ich sah ihr zu, wie sie sich das Bier aus den Haaren wring und bekam ein schlechtes Gewissen. Sehr cool: Ich wollte mich wie ein Teenie benehmen und das Erste, was ich mache ist, einem Mädchen mit Alkohol zu überfluten, ehe ich ein Schluck genommen habe?
Ich strich mir die Tropfen aus dem Gesicht, die durch das zurückwerfen ihrer Haare in mein Gesicht gelandet war und beobachtete sie, Teils immernoch verwirrt. Ignorierte sie mich? Allerdings lies ihre Reaktion nicht lange warten, denn kurz darauf wurde auch schon mein letzter Satz wahr genommen. Immerhin: Besser als ein Tritt zwischen den Beinen.
Mit einem sachten Seufzer setzte ich mich wieder auf meinen Hocker neben ihr und spielte an meinem Bierglas rum. Der Barkeeper sah mich nur - mit einem Anhauch von Grinsen - an, dem ich dann nur zustimmend zunickte. Mit einem weiteren, überlegenden Blick hob ich die Hand und winkte ab. "Machen wir es doch gleich richtig...Habt ihr hier einen Langhe? Am besten den DOC 2003. Oder einen Vega Sicilia Alion."
Mit einem 'kleinen Moment' verschwand die Bedienung nach hinten und ich sah die Schwarzhaarige mit einem sachten Lächeln an. "Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.", zitierte ich Goethe und nahm ein Schluck von meinem Guinness. "Der Älteste ist nicht unbedingt der Beste: wie beim Käse."
Ich nahm meine neue Zigarettenpackung hervor, die zu diesem Schicksal geführt hatte und sah sie grimmig an. Scheiß Sucht. Mit einem geübten Handgriff hatte ich diese schnell geöffnet und klopfte damit auf die Thresen, worauf drei Zigaretten in die Höhe sprangen."Wie heißt du überhaupt?", fragte ich schließlich und streckte ihr die American Spirit hin. Zugegeben, vielleicht nicht die beste Bedingungen um neue Freundschaften zu schließen, aber man konnte wenigstens so freundlich sein und die Situation retten, wenn sie mir schon ein Wein abknöpfte, der mindestens 150€ kostete.
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