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 Dr. Ryan de Djävul

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Ryan
Dr. Asylum-Lord
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Alter :
ca. 800 Jahre
Status :
Single
Nationalität :
Schwede
Other Faces :
/

Beitrag






Name
Earl Prof. Dr. phil. Ryan Charlie de Djävul - In abgekürzter Form. Zu seiner Zeit hatte man für gewöhnlich einen viel zu langen, schrecklichen Namen, der den normalen Umgang erschwerte, da man sich so oder so ihn nicht merken konnte. Vorstellen tut er sich natürlich meist nur mit seinem Vornamen, oder bei formelleren Dingen, mit Prof. de Djävul. Einen Spitznamen hat er nicht direkt, (die meisten trauen sich auch gar nicht, ihm einen zu verpassen) da sein Name schon ziemlich kurz ist. Natürlich gibt es viele, die sich welche überlegt haben, aber direkt einen durchgesetzt, hat es noch keiner. Sein Nachname kommt aus dem Schwedischen und heißt übersetzt "Teufel" - 'de' zeugt von seinem Adelstitel, wobei er ungerne seine Herkunft preis gibt, darum nie "Earl" benutzt. Heutzutage gibt es in seiner Gesellschaft zu viele Fragende, Interessanten, Neugierige, wieso er einen Adels - beziehungsweise Graftitel hat.

Herkunft
Schweden - Genauer gesagt aus der Grafschaft "Södermanland s län", über die sein Vater - William Lucas Liam de Djävul II. - vor ca. 600 Jahren herrschte. Zu seinen Lebzeiten hatte Ryan in Nyköping - Residenzstadt seiner Grafschaft - verbracht und hatte nie Schweden verlassen, ehe er starb. Kein Umstand, den Ryan damals für Schade empfunden hat, denn er liebte sein Land und sein Volk, genauso wie sein Vater. Die meiste Zeit hatte Ryan so oder so im gigantischen Königsgarten verbracht, oder in der Kirche, in dem der damalige Christ unterrichtet und erzogen wurde.
Geschlecht
Männlich
Sexuelle Ausrichtung

Pansexuell - Die Logik des Vampires ist simpel. Wenn man schon so viele Jahre auf diesem Planeten verweilen muss, dann sollte man sich nicht unbedingt verschließen oder jede Möglichkeit ungenutzt lassen. Warum also nur auf Frauen beschränken, wenn er schon im besten Alter zum Vampir wurde?
Alter
† mit 19 Jahren, ca. 800 Jahre
Geburtstag
6 August 1346
Stand
Single



Personlichkeit

+ Ambitioniert
+ Anspruchsvoll bei der Arbeit / Autoritär
+Arbeitswütig
+ etwas Arrogant/Eitel
+ Selbstverliebt
+Aufrichtig
+ bequem
+ bescheiden
+ charismatisch
+ charmant
+ dickköpfig / Dominant
+ einfallsreich / kreativ
+ emotional / empfindlich
+ extravant und experimentierfreudig in vielen Dingen... ~
+ etwas feminin
+ hemmungslos
+ hilfsbereit
+ oft ironisch/sarkastisch
+ oberflächig
+ promiskuitiv
+ perfektionistisch
+ hin und wieder zickig
Stärken

Für gewöhnlich sind hier dann Sachen zu erwähnen, die Charakteristisch für einen Vampir sind. Natürlich - seine übernatürliche Schnelligkeit, Stärke und Unverwundbarkeit, aber Ryan hat auch die seltene Gab der vollkommene Selbstbeherrschung: Was heißt, er kann menschliches Blut sehen, ohne gravierende Lust darauf zu kriegen. Selten übermannt es ihn, dass er sich dann doch mal dazu schweifen lässt, einen unschuldigen zu beissen, doch meist passiert dies nur bei vorgewarnten Menschen. Die Gabe ist zwingend notwendig für einen Chefarzt, verständlicherweise würde er sonst für diesen Job der falsche Vampir sein. Ansonsten weißt Ryan keine weiteren Fähigkeiten, denn auch sein Biss ist wie jeder andere, seine Kraft auch - von daher wäre hier vielleicht sein Talent für Musik und seine Fitness zu erwähnen.
Schwächen
Natürlich wie bei jedem reinrassigen Vampir die typischen Dinge wie: Licht, Knoblauch, Religiöse Gegenstände wie Kreuze, etc. - ansonsten hat Ryan Probleme mit öffentlichen Verkehrsmittel, Menschenmengen, Shoppen, Frauen, Fußball, Schmutz (Ja, er ist ein pingeliger Ordnungsfanatiker)
Ryans gleichzeitige Schwäche ist Attraktivität. Begegnet er oder darf sogar hübsche Frauen verführen, spielen seine Gedanken verrückt und seine Konzentration leidet darunter. Eine hübsche Frau lässt ihn niemals kalt, darum folgt er meist lieber seinen Hormone als sein Verstand.
Vorlieben
+ Tee, Essen, Pfeife rauchen
+ Partys
+ Cocktails
+ Arbeiten / Medizin
+ Schmuck/Mode
+ Musik (Spielt selbst Gitarre, Klavier, Cello)
Alles, was seine Interesse weckt will er sofort erforschen. Er liebt Attraktivität und Schönheit, vor allem wenn sich Frauen für ihn interessieren. Typisch für einen Schweden liebt er das Meer, den Wind und Sport. Ganz klar mag er natürlich Blut, am liebsten der eines weiblichen Menschen.
Und nicht zu vergessen: Süßigkeiten - Bitter, Süß, Klebrig, Pampig, Mehlig: egal. Hauptsache es wird unter Süßigkeiten abgestempelt und sie kennt es nicht. Es wird alles probiert, kreuz und quer, bis sie etwas gefunden hat, was er in Mengen dann konsumiert.. Natürlich nur die, die Vampire vertragen.
Abneigungen

+ Fastfood
+ Langeweile
+ Sonne, Mittagszeiten
+ Stress / Zicken
+ Sport
Ryan hat zuviele Desinteressen, um sie aufzuzählen. Er hat einfach eindeutig zuviel schon gesehen, um von allem begeistert zusein. Alte Schickschnack geschichten oder Museen interessieren ihn darum nicht; er hats miterlebt. Was aber nicht heißt, das ihm alles auf dauer langweilig ist- es interessiert ihn nur nicht mehr brennend.


Aussehen
Ryan wirkt wie ein früh gereifter, frisch gebackener Erwachsener, der gerade die Pubertät hinter sich gelassen hat, doch immernoch die frische Jugend an sich trägt. Mit seiner goldenen Mähne und den ozenblauen Augen wirkt der Vampir nicht unbedingt erschreckend, sondern eher wie ein Sonnyboy aus einem der kitschigen Telenovelas, allerdings sollte man sich diesen Charme und Attraktivität nicht täuschen lassen, denn hinter dem so niedlichen Bild befindet sich durch und durch ein Nachtwesen. Ryan hat für sein Heimatland charakteristisches mittellanges, blondes Haar, dass er meist locker frisiert und leicht gelockt lässt: Hin und wieder macht er sich auch die Mühe, diese komplett zu glätten, doch selbst dafür ist er oft zu faul. Ebenso "Schwedisch" sind seine blauen Augen, dessen Iris zur Mitte hin immer Heller wird, sowie lange Wimpern und schön geformte Rehaugen, die mit seinem schmeichelnden Lächeln oft Frauenherzen schneller schlagen lassen.
Ryan ist logischerweise hellhäutig, hat einen gutgebauten und sportlichen Körper, allerdings untypisch für einen Mann ziemlich feminine Hände. (Er selbst schmückt sie mit dem Ausdruck "Klavierhände") In vielen Zügen wirkt der eigentlich sonst so voller "Testosteron gepumpter Mann" hin und wieder sehr feminin, sobald man auf seine Feinheiten achtet. Beispielsweise seine Art zu Essen, sich über Kleinigkeiten aufzuregen oder überhaupt, wenn man ihn für eine längere Zeit zu Hause beobachtet wird man schnell bemerken, dass der ach so harte Kerl eigentlich ein ziemlich weichen Weiberkern hat. Doch für gewöhnlich ist Ryan nunmal Ryan: Also ein selbstverliebter, provokanter Frauenheld. Auf der Arbeit ist der Chefarzt noch einmal ganz anders, denn der sonst lockere Schwede ist dann vollkommen in seinem Element: Was heißt: seriös, ernst, bei der Sache. Natürlich ist bei ihm dann noch Platz für Schmeichelleien und Scherze, doch diese erinnern einen eher an einem alten, niedlichen Herren, der über Dinge schmunzelt.
Kleidungsstil
Ryan versteht etwas von Mode, denn er ist mindestens genauso Kaufwütig wie eine Frau. Auch wenn ihm das Shoppen so nicht ganz liegt, dafür aber das Einkaufen in exquisiten Läden oder ganz bequem im Online-Shop: Trotzdem, er ist schrecklich wählerisch. Natürlich sieht er dafür gut aus in seinen Markenklamotten, doch lieber nicht beim Einkauf dabei sein. Sein Kleidungsstil ist individuell und eine gute Mischung aus Bequem und Business. Für gewöhnlich trägt der einen normalen Sakko oder mindestens ein Hemd, wenn er nicht nur geschwind etwas bei der Tankstelle holen möchte und die passende Jeans dafür. Ryan trägt gepflegte Schuhe, wobei er meistens seine handgemachte Lederschuhe aus London trägt, für die der Chefarzt sinnloserweise eine Stange Geld gelassen hat. Der Schwede hat ein Fetisch für Accessoires, sodass neben seinem Ohrring am rechten Ohr noch oft Ringe, Armbänder, Ketten, etc. dazu kommen. Da Ryan der Meinung ist, er ist längst aus dem 'Alter' heraus, wo man sich knallbunt anzieht, trägt der Vampir matte Farben, wie Grau, Beige, Schwarz.
Bild
Spoiler:
 



Familie
Verstorben, bis auf die nächste Generationen, die Ryan beobachtet, allerdings keinen Kontakt zu ihnen hat. Zu Lebzeiten hatte er 3 Schwestern und einen Bruder. William Lucas Liam de Djävul II. - sein Vater, war damals der König seiner Provinz und ein leidenschaftlicher Vater, wusste aber seine Kinder zu diszplinieren. Ryan hatte schon immer auf ihn herauf gesehen und seinen Vater verehrt, während seine Mutter seine beste Freundin zugleich war: Josephie de Djävul. Alexandria, 2 Jahre jünger als Ryan, war seine älteste Schwester und sehr gebildet. Sie war diejenige, die ebenso mit nach Italien reiste und mit 16 schon ihren ersten Verlobten hatte: Letzendlich hätte sie nach Ryans Verschwinden den rechtmäßigen Thronplatz bekommen, wäre da nicht der jüngste Bruder gewesen: Marcel. Marcel war Ryans Muse gewesen: er war 6 Jahre alt damals, ehe Ryan nach Italien reiste und belagerte jede freie Minute seinen großen Bruder, der mit größter Fürsorge mit seinem kleinen Goldstück spielte. Zur Familie gehörten natürlich auch die Zwillingsschwestern Sophia und Mary: 14 Jahre alt, hoch pubiertierend gewesen und schrecklich anstrengend. Allerdings hat Ryan sie genauso geliebt wie seine ganze Familie, auch wenn er keinen richtigen Draht mehr zu ihnen fand, seitdem sie mit 13 fanden, Männer seien alle Triebgesteuert. ... Ryan bereut es, seine Familie nie wieder gesehen zu haben. Er hätte gerne alle wieder gesehen, wenigstens noch ein Mal, er hätte nicht ein Mal mit ihnen sprechen wollen: sondern nur wissen, dass es ihnen gut geht und das sie ihn nicht vergessen haben. Nur leider schritt die Zeit viel zu schnell vorran, ehe er sie besuchen hätte können... Bis Dato waren alle Tod.
Geburtsort
"Södermanland s län" in Schweden.
Beruf
Chefarzt bei der Irrenanstalt

Vergangenheit



Lookin back...


into the soul of a monster


Ryan, geboren am 6 August 1346, war das Erstgeborene Kind und damit der rechtmäßige Nachfolge. Er verbrachte seine jüngeren Jahre in der ständigen Beschäftigung mit den Angelegenheiten des Landes und des Geistlichen. Ehe er allerdings seinen Studium für Theologie und Medizin vollendet hatte, verstarb er: Logischerweise konnte er als Vampir sein Leben als Theologe vergessen. Seine Eltern pflegten ihn mit der größten Zärtlichkeit und Verständnis - sein Lernen war nie erzwungen, ihre große Liebe war Ansporn genug. Ryans Kindheitserinnerungen waren seidenes Gold, die sich über seinen Gedanken ergossen, bevor das Mißgeschick sein Gemüt unwiderruflich trübte und düstere Nächte emporstiegen.
Als Ryan im zarten Alter von 19 seinen Vater nach Italien begleiten sollte - eine Reise, die dem Grafenjungen zum Vergängnis wurde, allerdings zu jene Zeit eine unbeschreibliche Leidenschaft hervorrufte - ahnte er noch nichts von seinem Schicksal. Ihn begleiteten seine Schwester, ihr Gemahl und sein Kamerad Oscar, der seinen Wissenshunger für Medizin teilte. Italien war für seine gigantischen Bibliotheken und Geistlichen bekannt, weswegen es seinen Vater bevorzugte, seinen Sohn dort studieren zu lassen. Oscar war der Sohn des besten Freundes von William, sodass dieser mit besten Absichten einwilligte, diesen mitzunehmen.
Das Unglück passierte etwa zwei Jahre später. Ob es Schicksal war, oder vielleicht aneinanderreihende Zufälle - was es auch war - Sicher ist nur, es war passiert und seine Folgen sind bis heute erkennbar. In einer stickigen Nacht, indem der Nebel einem die Luft zum atmen entzog und die Kälte in die Adern kroch, war Ryan unterwegs in seine Wohnung, in die Oscar und er sich zwei Zimmer teilten. Sie lebten in ständiger Harmonie - bisweilen hatten Groll und Zorn noch nie diese Wände betreten, selbst in den schwierigsten Zeiten hatte die Freundschaft keine Risse eingenommen - als Ryan sich also drei Stunden verspätete, wurde selbst seinem Freund mulmig, denn er kannte seinen sorglosen Freund zwar, doch zu Spät war er noch nie gewesen. Er fand ihn wieder in einer Seitengasse, sein Hals umstellt von einer Bissspur, sein weißes Hemd getunkt in Blut, zitternd, ächzend, jammernd. Mit bloßer Manneskraft hatte er ihn in das nächste Krankenhaus getragen, doch die Diagnose war eindeutig.
Oder?
2 Tage hatte man Ryan im Krankenbett bangen lassen. Zur damaligen Zeit hatte man nicht die ärztlichen Mittel, ihm eine Bluttranfusion zu geben, sodass sein Leben aussichtlos war. Oscar vergoss viele Tränen, schrieb für seinen besten Freund Briefe an seine ganze Familie. Er konnte sich nicht erkären, wie dies passieren konnte, gab sich selbst die Schuld, verzweifelte an dem Umstand, dass er nicht ein Mal ahnte, wer oder was ihm seinen Freund geraubt hatte. Ein solches Gebiss war menschlich hieß es, solche Zähne allerdings nicht. Was also wandelte durch die Nächte, dass dies vollbringen konnte? Warum Ryan? Jede Minute verbrachte er treu bei seinem einzigen Freund, hielt seine Hand, erlebte stumm, wie seine Lebensgeister ihn verließen. Man hatte also den schwedischen Grafenjungen aufgegeben. Unterkühlt und jener Blutverlust ließen unmöglich zu, dass Ryan länger als 24 Stunden überlebte - und dies war auch der Fall. Seine Körpertemperatur sank immer weiter, die Lunge versagte, seine Organe erstummten. In grausamem Schweigen sah Oscar dabei zu, wie Ryan erbleichte und verzweifelte an dem Umstand, ihn nicht retten, oder gar helfen zu können. Er wagte es nicht, in die gemeinsame Wohnung zu gehen, wollte seinen Drang nicht nachgeben, endlich Ruhe einkehren zu lassen, obwohl er vom Regen und ständigem Wachsein, der seinen trostlosen Gemüt erschwerte, ganz schwach wurde.
"Ich erinner mich nur noch daran, wie Oscar leblos in meinen Armen lag. Sein Hals war umstellt und ihm floss in Strömen das Blut aus der heftigen Bisswunde, die ich ihm verpasst hatte. Damals hatte ich nicht realisiert ,was ich tat, vielmehr hatte ich keine Ahnung, was mit mir geschah. Bis heute blieb mir jener Augenblick schleierhaft und wenn ich mich versuche daran zu erinnern ist es, als würde jemand einen nebligen Umhang darüber legen. In dem Sinne entsinne ich mich nur noch, wie ich an einem entfernten Ort wieder aufwache, lediglich mit einem blutverschmierten Nachthemd: Ich weiß nicht, ob ich damals schon realisiert hatte, das ich ab nun Untot war. Ich weiß nur, dass ich mich lange versteckt hielt und Nächte lang weinte, weil ich Oscar umgebracht hatte: so dachte ich zumindest. Heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob mein alter Kamerad doch nicht lebt, denn vielleicht hatte er genauso den Biss eines Vampires überlebt wie ich. Auf jeden Fall hatte es eine Weile gebraucht, bis ich wieder halbwegs denken konnte und mich aus meinem Loch traute. Bis zu jenem Moment hatte selbst ich realisiert, dass ich sämtliche Bedürfnisse hinter mir gelassen habe. Das Einzige, dass noch übrig war, war der Durst nach Blut. Anfangs war es eine riesige Umstellung nicht mehr in die Sonne zu gehen, oder keinem Menschen über den Weg zu laufen (Aus Angst ihn zu beissen) aber es klappte eine lange Zeit, während ich wie eine verhasste Kreatur durch die Straßen zog: in einem Fremden Land als Fremder.
Erst 50 Jahre später hatte ich mich daran gewöhnt ein Vampir zu sein und pflegte den ersten Kontakt zu anderen Vampiren. Es war befremdend Gesichter zu sehen, die man sogar im Alltag schon ein Mal begegnet war und zeigte einem, wie wenig die Streblichen eigentlich von den Nachtwesen wussten. Sie zeigten mir die Feinheiten, wie man zum Beispiel sich seine Opfer aussuchte, wie man sie unbemerkt biss oder für gewisse Zeiten in die Sonne konnte. Es war eine große Erleichterung zu wissen, dass man tatsächlich noch hin und wieder sich Tagsüber bewegen konnte, solange man nicht gerade hinaus ging wenn die Sonne schien. Zu dieser Zeit traute ich aber immer noch niemanden über den Weg, ich wollte nicht gesehen werden, nicht angesprochen, nicht ein Mal bemerkt werden. Lediglich existieren wollte ich, mein Bedürfnis nach Blut stillen und mich wieder zurückziehen. Ich bereue es heute, damals nicht stark genug gewesen zu sein um meine Famlie zu besuchen, doch vielleicht war einfach die Angst größer, verstoßt zu werden und bei ihnen alte Wunden aufplatzen zu lassen, als meine eigene Sehnsucht.
Durch einen anderen Vampiren erfuhr ich dann von Fiddlersgreen. Es war die Stadt, in dem mein Leben als Toter erst richtig begann. Endlich wurde ich akzeptiert (und akzeptierte), fand Gleichgesinnte, fand einen neuen Sinn im Tod sein und fand wieder zu meiner Leidenschaft zur Medizin. Lange Zeit dachte ich nämlich, es ist unmöglich als Vampir als Arzt fungieren zu können, aber so war es nicht. Man musste sich nur auf viele Dinge umstellen, seine Selbstbeherrschung trainieren und sich absolut Gesund ernähren, damit man niemals auf den Drang kommt, seinen Patienten zu beissen. Vielmehr sogar noch: Es war praktischer, da man sich 100%ig konzentrieren musste.
Während meinem Studiums hatte ich kaum Zeit für etwas anderes, ich verbrachte meine Zeit in der Bibliothek, vor dem Schreibtisch, im Krankenhaus als Praktikant oder in den Vorlesungen: Wenn ich nicht lernte, arbeitete ich, um mir meine mickrige Wohnung finanzieren zu können. Ich war natürlich nicht der perfekte Student, auch ich machte Fehler wie jeder anderer, trotzallem schloss ich mein Studium als Jahresbester und meine Doktorarbeit "Das Zusammenspiel der toten Organe" wurde verlagt. Kurz darauf bekam ich auch meine Stelle im Krankenhaus von Fiddlersgreen und arbeitete mich schnell hoch. Zu dieser Zeit betrug mein Arbeitstag immernoch etwa 19-21 Stunden, also hatte ich gerade mal genug Freizeit für das Nötigste: doch ich war ein glücklicher Workaholic.
Wie es um mein Privatleben aussah? Gab es keins. Ich war den ganzen Tag nur in der Klinik, ich dachte nicht ein Mal, mich an Menschen zu binden. Die Einzigen Menschen, mit den ich umzugehen hatte, waren meine Vor- beziehungsweise später Untergesetzen und meine Patienten. Die einen Kroch ich in den Arsch, den anderen ließ ich kriechen. Ich war nicht unbedingt der sozialste Mensch, denn wenn ich ehrlich war, saß der Verlust von Oscar noch sehr tief in meinen Knochen. Erst, als ich mich eingelebt hatte: Im Krankenhaus, als Toter, als Teil eines Ganzen, sprach ich zum ersten Mal wieder mit Frauen, beziehungsweise: Ging ich wieder körperlichen Kontakt ein ohne Skalpell. 400 Jahre später pausierte ich meine Arbeit und entschied mich ein weiteres Mal studieren zu gehen: Psychologie.
Nach weiteren fünf Jahren als Student, in den ich nebenbei mich um meine weitere berufliche Zukunft kümmerte, ging ich die Sache schon lockerer an. Ich ging hin und wieder Abends mit Freunden essen, man sah mich sogar auf ein paar Studentenpartys, was davor ein Unding war für mich. Wirklich erwähnenswertes gibt es zur dieser Zeit nicht, außer das ich mit ca. 500 Jahren dann, meine erste große Liebe hatte, dessen heimliche Affäre ich dann auch wurde. Ja- ich weiß, ich weiß. Eine traurige Tatsache, aber ein Gutes hat die Sache: Es war eine heiße Professorin.
Nach meinem Studium entschied ich mich, mich selbstständig zu machen. Als Doktor und Psychologe und 500 Jahre Berufserfahrung, dachte ich mir, dass ich zu mehr als ein normalen Platz in einem normalen Krankenhaus berufen war. So kam Fiddlersgreen zu seiner Irrenanstalt, das ich seitdem leite und genieße. Bis heute gab es keine Beschwerden, größere Zwischenfälle oder Problemkinder, die wir nicht in den Griff bekommen hatte und: es ist ein großer Verdienst, dass unsere Irrenanstalt bis Dato noch nicht abgefackelt, abgerissen, explodiert oder zerstört wurde! Bis heute war kein Tag langweilig, das können sie mir glauben! Oder können sie sich vorstellen, dass ein Tag voller geisteskranker Vampire eintönig wird? Hehe...
Heute? Naja, was soll ich dazu sagen. Ich habe eine gemütliche Villa am Rande der Stadt, genug Geld um mir jeden Wunsch erfüllen zu können, habe einen spannenden Beruf und lerne immer wieder neue Leute kennen, mit denen ich Spaß haben kann, seitdem ich über mein Schatten gesprungen bin. Ich habe die Sache mit Oscar endlich abgeschlossen und ihm einen Grab in Italien bauen lassen, besuche regelmäßig meine Heimatstadt und beobachte die nächste Generation de Djävul. Ich bin ein offener, sozialer Vampir: Partyschwein, Aufreisser und Chefarzt in einem. Aber vorallem: Glücklich.






Wunschrang
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Sakama Shuu
Weitergabe
No.



"Dont trust me."



"I'm watching you."

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